Crowdfunding Kosten:
Wieviel kostet die Erstellung einer professionellen Crowdfunding Kampagne

  • Sie können Ihre Crowdfunding Kampagne auch auf Ihrer eigenen Webseite veröffentlichen. So sparen Sie die Kosten, welche eine entsprechenden Crowdfunding Plattform erheben würde. Dafür verlieren Sie jedoch die Reichweite und die Bekanntheit der Crowdfunding Plattform
  • Die Gesamtkosten für eine professionelle Crowdfunding Kampagne starten ab ca. 25.000 Euro, können aber auch deutlich höher sein.
  • Diese Kosten lassen sich durch innovative Marketingideen drastisch senken! Kreativität bedeutet in diesem Fall gleichzeitig ein größeres Budget.

Obwohl Crowdfunding Kampagnen auf Webseiten wie TILT, Indiegogo oder Kickstarter als Möglichkeit für zusätzliche Einnahmen betrachtet werden, so weiß doch jeder gute Geschäftsmann, dass dafür eine Menge an Vorarbeit geleistet werden muss. Möchten Sie ein neues, großartiges Produkt für Konsumenten auf den Markt bringen, dann müssen Sie sicherstellen, dass Sie ausreichend Budget einplanen und zur Verfügung haben, um zu gewährleisten, dass Sie den gesamten Prozess auch finanzieren können.

Bedenken Sie, dass die Kosten für eine Crowdfunding Kampagne stark variieren können. Sie sind abhängig von Ihren Wünschen sowie von dem Projekt und seiner Komplexität. Daher kann es mitunter zu sehr großen Unterschieden kommen. Die hier genannten Zahlen und Daten dienen daher bestenfalls als Beispiele.

Bereich

Kosten

Produkt Design 2.500 - 6.500 EUR
Prototypenbau 4.000 - 8.000 EUR
Fotos, Diashows, etc. 500 - 2.000 EUR
Videos 500 - 4.000 EUR
Messen, Ausstellungen, Messen, etc. ab 2.500 EUR - 10.000 EUR
Vermarktung ab 10.000 EUR

Kosten: Ab 25.000 Euro

Prototyp

Jeder Mensch, der auch nur mit dem Gedanken spielt, ein Crowdfunding Projekt zu unterstützen, möchte wissen worauf er sich einlässt. Hinzu kommt, dass inzwischen viele der großen Plattformen von dem Unternehmen verlangen, dass ein funktionsfähiger Prototyp vorgewiesen werden kann. Dies dient vor allem auch dem Schutz der Käufer vor Betrug oder anderen Problemen, die sich sonst ergeben können. Um einen funktionsfähigen Prototypen zu erhalten, müssen Sie sich jedoch über einige Dinge Gedanken machen. Zum Beispiel in Bezug auf Ihre Kenntnisse und Erfahrungen, welche Ausrüstung Sie benötigen, etc.

Produktdesign

Der erste Schritt um Ihre Idee zum Leben zu erwecken, besteht darin, einen Produktdesigner oder ein entsprechendes Unternehmen zu beauftragen. Dieser kann dann ein erstes 3D Modell von Ihrer Idee erstellen und außerdem die Spezifikationen für die Teile festlegen, welche Sie benötigen. Die passende Firma für diese Aufgabe finden Sie, indem Sie sich in den Social Media oder zum Beispiel in den entsprechenden Gruppen auf Telegram umhören. Auch Gruppen von Crowdfundern oder Seiten wie LinkedIn und Quora können hierbei helfen. Einige der Designunternehmen und Produktdesigner verfügen sogar über einen eigenen 3D Drucker. So können Sie die Früchte der Arbeit sofort erkennen und auch Änderungen lassen sich live erledigen.

Die Kosten: 2.500 – 6.500 EUR

Prototypenentwicklung

Es ist inzwischen durchaus üblich, dass Projektmanager auf Kickstarter und Co lediglich mit einem ausgedruckten 3D-Modell ihre Kampagne starten. Obwohl das völlig OK ist, hat es mehrere Vorteile, wenn Sie tatsächliche Beispiele oder Demoversionen von Ihrem Produkt vorweisen können. Diese sind unter anderem:

  • Sie zeigen Ihren potentiellen Backern, dass Sie bereits an dem Produkt gearbeitet und sich damit auseinandergesetzt haben.
  • Fotos und Videos wirken mit einem echten Modell deutlich besser als bei einem einfachen 3D-Ausdruck.
  • Sie haben Proben oder Demos, die Sie an die Presse geben können. Man wird Sie zweifelsohne nach Beispielen in irgendeiner Form fragen, bevor man über Ihr Projekt berichten wird.

Die Kosten: 4.000 – 8.000 EUR

Fotografie und Bilder

Gute Bilder, einige vielversprechende wie aussagekräftige Fotos und ein gutes Video sind die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Kampagne. Ganz egal ob Crowdfunding oder Marketing, an guten Bildern und einer professionellen Fotografie führt kein Weg vorbei. Das trifft besonders auf das Crowdfunding zu: Ihre Käufer haben schließlich keine Möglichkeit, das Produkt vor dem Kauf zu testen. Der einzige Weg um einen Eindruck von Ihrem Projekt zu erhalten sind Fotos und Videos.

Mit etwas Glück sind Sie, ein Freund oder vielleicht einer Ihre Mitarbeiter in der Lage, professionell mit der Kamera umzugehen. In diesem Fall können Sie sich selbst und Fotos und Videos kümmern und können so Kosten sparen. In den meisten Fällen müssen Sie für diese Aufgabe jedoch auf einen professionellen Fotografen zurückgreifen. Viele Projektmanager nutzen für ihre Fotos einfach einige Frames aus den Videos. Dies empfehlen wir nicht, da die Qualität nicht besonders gut ist. Printmedien und Blogs erfordern in der Regel eine Qualität von mindestens 300 dpi. Hinzu kommt, dass Sie ohne eine große Zahl an Fotos und Videos vor Blogs und Presse schnell ohne weiteres Material darstehen.

Die OUYA Video Spielkonsole ist ein perfektes Beispiel für klare, minimalistische und qualitative Fotos.

Die folgenden drei Typen von Fotos sollten Sie für Ihre Kampagne verwenden:

  • Produktfotos auf weißem Hintergrund. Diese Aufnahmen erlauben Agenturen, Medien, etc. das größte Maß an Flexibilität. Sie können diese Aufnahmen problemlos verwenden. Darüber hinaus zeigen Sie das Produkt ohne störende Aspekte oder Ablenkungen.
  • Risszeichnungen, die das Produkt von Innen bzw. seine technischen Komponenten zeigen. Dies ist nur bei technisch anspruchsvollen Projekten notwendig. Gerade hier gibt es Backer, die sich für mehr Informationen interessieren.
  • Lifestyle Bilder, welche den Käufern wie auch den Medien und dem Kunden zeigen, wie Ihr Produkt ihnen im Alltag behilflich sein kann. Menschen interessieren sich schließlich nur aus einem Grund für ein Produkt oder Projekt: Weil es Ihnen bei Problemen oder Bedürfnissen im Alltag hilft.

Kosten: Zwischen 500 – 2.000 EUR

Video

Nicht nur ein Fotograf ist wichtig. Auch ein Videograf sollte in Ihrem Team nicht fehlen. Besonders praktisch ist, wenn dieser sich mit Startups, Produkten und Crowdfunding auskennt. Während Sie Fotos meist noch selbst erledigen können, sollten Sie Videos stets in professionelle Hände geben. Lassen Sie sich nicht dazu hinreißen, hier selbst tätig zu werden. Sie suchen einen Videografen, der nicht nur professionelle Videos erstellen sondern auch eine Story dazu entwickeln und die Aufnahmen anpassen und modifizieren kann.

Die Kosten: 500 – 4.000 EUR

Messen, Ausstellungen, Messen, etc.

Natürlich sind nicht nur Fotos und Videos wichtig um Ihr Projekt oder Produkt zu präsentieren. Auch Expos, Trade Shows und ähnliche Veranstaltungen stellen wertvolle Möglichkeiten dar, um Ihr Projekt der Masse, den Backern aber auch den Medien vorzustellen. Solche Veranstaltungen bieten Ihnen die Möglichkeit, über das Projekt zu sprechen und es vorzustellen. Hier können Sie Videos und Bilder oder auch erste Prototypen demonstrieren. Sie können Fragen beantworten und auch sonst den Kontakt mit den Menschen suchen. Sie haben die Möglichkeit auf Ihre Crowdfunding Kampagne hinzuweisen und können Informationen und Listen sammeln. Etwa für einen Newsletter oder für zukünftige Marketing Maßnahmen. All das macht Trade Shows, Messen, Expos, etc. zu einem wichtigen Teil Ihres Projekts. Es handelt sich hier um eine Option, die Sie auf keinen Fall vernachlässigen sollten. Kosten und Voraussetzungen für die Teilnahme an solchen Veranstaltungen unterschieden sich oft, halten sich jedoch normalerweise in Grenzen.

Werbung

Die Vermarktung der Crowdfunding Kampagne stellt einen der wichtigsten Erfolgsfaktoren dar. Schließlich sollen die Menschen von Ihrem Projekt und von Ihrer geplanten Crowdfunding Kampagne erfahren. Nur so können Sie auch mit einem solchen Vorhaben erfolgreich sein. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Facebook Advertising sich für solche Zwecke hervorragend eignet. Hier haben Sie zahlreiche Möglichkeiten, um genaue Eigenschaften und Kriterien Ihrer Zielgruppe festzulegen. Normalerweise sollten Sie hier 100 Euro pro Tag an Kosten einplanen. Grund dafür ist, dass Sie normalerweise mit kostenloser Werbung nicht mehr weit kommen. Paid Ads sind hier das Rezept zum Erfolg. Hinzu kommen aber natürlich unter Umständen auch weitere Advertising Kampagnen, zum Beispiel auf Twitter oder Instagram. Sie müssen Ihr Produkt oder Ihre Idee bereits im Vorfeld erfolgreich und gut vermarkten. Ansonsten bleibt der durch das Crowdfunding erhoffte Erfolg aus.

Die Kosten: ab 10.000 EUR

Pressemitteilungen

Nicht nur Werbung und Advertisement in den sozialen Medien ist wichtig. Auch Pressemitteilungen, direkt von Ihnen oder Ihrem Unternehmen in Bezug auf Ihr Projekt, die Fortschritte, Pläne, etc. sind wichtig. Mit Ihren Pressemitteilungen erreichen Sie Blogger und Medien. Mit anderen Worten, Sie erreichen Menschen, die Ihnen dabei helfen können, mit Ihrem Projekt oder Ihrem Produkt bekannt zu werden. Darüber hinaus bieten Pressemeldungen eine gute Möglichkeit um über eventuelle Vorhaben wie eine Crowdfunding Kampagne, etc. zu berichten. Veröffentlichen sollten Sie diese Mitteilungen auf Ihrer eigenen Webseite, zum Beispiel in einem Blog, aber auch auf bekannten, fremden Webseiten, die eine große Reichweite besitzen. Einige Beispiele sind etwa PRWeb, PRNewswire, AP Newswire oder Businesswire.

Kosten: Zwischen 200 und 500 Euro, je nach Plattform und gewählter Option.

Beispiele für sehr gute PR und Advertisement Webseiten sind: Jetzt PR und PR-Gateway. Aber Sie sollten auf jeden Fall versuchen, mit Ihrem Projekt auch international bekannt zu werden. Aus diesem Grund sollten globale Portale wie PR Newswire nicht vernachlässigt werden.

Einstellung eines Marketing-Beraters

Stellen Sie einen Marketing Experten ein, der mit Kickstarter vertraut ist. Dabei ist es egal, ob es sich um Ihre erste Fundraising Kampagne handelt oder ob Sie bereits in der Vergangenheit in dem Bereich tätig geworden sind. Eine professionelle Agentur, so wie unsere, kann darüber hinaus weitere Skills mit ins Spiel bringen. Sie verfügen oft über Marketing- und PR-Experten, Grafikdesigner, Fotografen, etc. Alle diese Dienstleistungen sind bereits in den Kosten für eine Marketing- und Werbeagentur enthalten. Sie müssen also nichts für diese Dienste bezahlen und sparen sich darüber hinaus die Arbeit, selbst nach qualifiziertem Personal in diesen Bereichen suchen zu müssen.

Gar nicht erst erwähnen muss muss man hier, dass eine professionelle Agentur aufgrund ihrer Erfahrung und vergangenen Projekte nicht selten über ein großes Netzwerk an Medien Repräsentanten, Bloggern, etc. verfügt. Alles Menschen, die Ihnen dabei helfen erfolgreich zu sein und an die Sie vermutlich ansonsten oftmals gar nicht oder zumindest nur mit sehr viel Mühe heran kämen. Das und die Tatsache, dass Ihnen eine PR Agentur viel Arbeit – und viele Sorgen – abnehmen kann, macht die Investition eine der wichtigsten Aufgaben überhaupt.

Die Kosten: Je nach Agentur und Service ab 5.000 Euro

Rewards, Manufacturing, und Bringpflicht

Natürlich müssen Sie nicht nur Ihr Projekt selbst vermarkten und die Backer wie auch die Medien auf Ihr Vorhaben aufmerksam machen. Sie müssen sich auch Gedanken darüber machen, wie oder womit Sie Ihre Backer am Ende belohnen möchten. Welche Stufen für die Unterstützung wird es geben? Welche Vorteile erhält der Backer? Erhält er das Produkt kostenlos oder vielleicht gibt es verschiedene Versionen für unterschiedliche Preise? Bekommt er vielleicht Aktien oder Zugang zu einem bestimmten Bereich? Diese Frage ist sehr wichtig und sollte im Vorfeld gründlich durchdacht werden.

Außerdem müssen Sie sich bei einem Produkt mit dem Thema der Produktion befassen. Wer wird die Produktion (oder die Entwicklung, etc.) für Sie übernehmen? Wie viele Artikel müssen Sie mindestens in die Produktion geben? Sowohl Entwickler als auch Manufacturer haben oft Mindestabnahme Mengen und bieten darüber hinaus Rabatte an, wenn Sie in großen Mengen bestellen. Hier geht es also zum einen um die Kostenfrage. Zum anderen müssen Sie aber auch wissen, wie viele Backer Sie ungefähr haben möchten. Außerdem sollten Sie schauen, ob das Unternehmen auch zuverlässig ist und sich mit dem Thema Lieferung und Zustellung beschäftigen. Schließlich sind Sie in der Lieferpflicht. Wenn Ihre Backer Sie unterstützt haben, dann müssen Sie das versprochene Produkt auch liefern. Dabei sollte es möglichst zu keiner Verzögerung kommen. Machen Sie sich hier genaue Gedanken und kalkulieren Sie gründlich. Sie wären nicht der erste Projektleiter, der plötzlich vor Problemen oder vor weitaus höheren Kosten steht, weil er bei der Planung etwas versäumt hat.

Option 1: Hosten Sie Ihre Kampagne auf Ihrer eigenen Website

Viele Menschen tun sich schwer damit, sich für eine Crowdfunding Kampagne bei Kickstarter, Indiegogo, etc. zu starten. Der Grund dafür sind die Anteile, die solche Unternehmen fordern. Neben einem Anteil des Erlöses einer Kampagne, kommen oftmals Verwaltungs- und Zahlungsgebühren, etc. hinzu. Da ist es nicht verwunderlich, dass immer wieder auch die Frage nach dem Hosting einer Kampagne auf der eigenen Webseite aufkommt.

Generell spricht natürlich nichts gegen das Hosting von einem Projekt auf der eigenen Webseite. Für WordPress etwa gibt es sogar ein spezielles Plugin, welches genau das möglich macht. Aber: Bevor Sie eine solche Entscheidung treffen, sollten Sie gründlich überlegen! Es gibt heute nicht mehr nur Kickstarter, Indiegogo und einige wenige andere Riesen. Sie haben heute eine große Auswahl zwischen einer Vielzahl an Plattformen. Einige davon sind kostenlos, während andere besonders günstig sind. Hier lohnt sich auf jeden fall ein Vergleich. Außerdem müssen Sie bedenken, dass Plattformen wie Kickstarter aber auch die meisten anderen Crowdfunding Webseiten nicht nur über Ressourcen sondern auch über eine gewisse Reichweite verfügen. Marketing Experten können Ihnen dabei helfen das Projekt zu starten und auf dem Portal erfolgreich zu vermarkten. Die Bekanntheit, selbst von kleineren Crowdfunding Portalen wie Ulule, etc, zieht zudem viele potentielle Backer an. Solche Seiten sind bekannt. Nicht nur bei Backern sondern auch bei Bloggern und bei den Medien.

Dennoch: Dank des sogenannten Self-hosted Crowdfunding haben Sie nun die Möglichkeit, eine entsprechende Kampagne komplett selbst zu hosten und so 100% der Einnahmen für sich zu behalten. Sie müssen mit niemandem teilen, verzichten aber eben auch auf viele Vorteile und Extras, die solche Seiten mitbringen. Sie müssen in diesem Fall lediglich die Kosten für die entsprechende Software tragen, sofern Sie diese nicht ebenfalls selbst entwickeln.

Eine wichtige Frage gibt es aber noch. Was passiert, wenn Sie mit Ihrer Kampagne das Ziel nicht erreichen? Auch hier gibt es Unterschiede zwischen den Anbietern. Auf Kickstarter zum Beispiel behalten die Backer ihr Geld. Sie werden erst dann zur Kasse gebeten, wenn die Kampagne zu ende ist und das Ziel erreicht wurde. Erreichen Sie mit Ihrer Kickstarter Kampagne das Ziel nicht, dann gehen Sie leer aus. Andere Plattformen wie Indiegogo oder GoFundMe bieten jedoch noch eine zweite Option. Neben dieser klassischen Version haben Sie hier die Möglichkeit, flexible Funding zu wählen. In diesem Fall bekommen Sie das gesammelte Geld – abzüglich der entsprechenden Gebühren – auch dann ausgezahlt, wenn Sie das gesetzte Ziel nicht erreichen. Viele der anderen Anbieter bieten ähnlich flexible Modelle oder sogar zusätzliche Möglichkeiten an.

Backer-Logo

WordPress Plugins wie Backer ermöglichen es Ihnen, Crowdfunding Kampagnen auf Ihrer eigenen Webseite zu hosten und dabei 100% des Gewinns zu behalten. Sie verlieren jedoch die Vorteile und die Reichweite von Portalen wie Kickstarter und Co.

Webseiten Entwicklung

Besitzen Sie die notwendigen Fähigkeiten oder gehört zu Ihrem Team ein professioneller Web Entwickler, dann können Sie auch eine eigene Landing Page oder Webseite für Ihr Projekt entwickeln und dort die Fundraiser Kampagne integrieren. Ohne Plugins oder fremde Software. Auf der anderen Seite ermöglichen es einige CMS wie WordPress ebenfalls mit nur sehr grundlegenden Kenntnissen eine professionelle Fundraiser Kampagne auf der eigenen Webseite zu starten. Hinzu kommt, dass WordPress einfach zu erlernen ist. Viele Informationen, Tutorials und Videos gibt es kostenlos im Internet.

Außerdem können Sie natürlich speziell für Ihr Projekt einen Web Developer beauftragen. Dieser kann dann eine professionelle Webseite für Sie entwickeln. In diesem Fall kommen jedoch hohe Kosten auf Sie zu. Je nach Umfang der Seite und der gewünschten Funktionen müssen Sie mit Ausgaben bis zu 3.000 Euro oder mehr rechnen. Vor allem für kleinere Kampagnen sind Kickstarter und Co oder ein WordPress Plugin sicherlich die günstigere Variante. Handelt es sich hingegen um ein großes Projekt mit hohen Zielen im fünf- oder sechsstelligen Bereich, ist das einen Web Developer unter Umständen wert.

Der größte Fehler den Sie machen können, ist es jedoch Ihre Kampagne gar nicht zu hosten und auf den Traffic und das SEO zu verzichten. Auch wenn Sie bei Kickstarter, Indiegogo, Ulule oder sonst wo mit Ihrem Projekt sind: Vermarkten Sie es auch auf der eigenen Webseite. Berichten Sie darüber, verlinken Sie es und integrieren Sie es auch in die sozialen Netzwerke, Ihren Blog, Newsletter, usw. Hierfür ist es wichtig, dass Sie einen eigenen, originellen Internetauftritt nutzen, der interessant ist und das Interesse der Menschen Ihrer Zielgruppe erweckt.

Genau hier liegt ein großer Vorteil bei Self-hosted Crowdfunding. Es handelt sich um Ihre Webseite. Niemand kann Ihnen etwas vorschreiben, ein Design aufzwingen oder Ihnen sagen wie Sie Ihre Kampagne zu gestalten haben. Zusammen mit einem kreativen Web Entwickler und einer pfiffigen Medienagentur können Sie so eine kreative und interessante Webseite erstellen, die nicht nur einzigartig ist sondern auch speziell für Ihr Produkt steht. Eine Seite, die sich nicht der Masse der anderen Projekte verlieren kann. Gewusst wie, können Sie so viele der Nachteile einer Crowdfunding Webseite wieder wett machen. Für ein solches Vorgehen müssen Sie mit diesen Kosten rechnen:

  • Domain Registration: 10 Euro
  • Web Hosting: ca. 10 Euro im Monat (günstiger pro Jahr, Halbjahr oder Quartal)
  • Plugins: Bis zu 200 Euro oder mehr
  • Webseiten Entwicklung: bis zu 3.000 Euro

Sollten Sie bereits über eine eigene Webseite für Ihr Projekt oder Ihr Unternehmen verfügen, dann lassen sich diese Kosten noch einmal senken. Sie müssen in diesem Fall lediglich die vorhandene Webseite durch ein sogenanntes Mock-up verbessern oder eine Subdomain für die Crowdfunding Kampagne erstellen. So sind Sie nicht nur schneller sondern sparen auch einige Kosten. Vor allem wenn Sie sich nicht scheuen selbst Hand anzulegen und über eine gute Werbeagentur mit Web Developer verfügen oder diese beschaffen können, dann kann eine selbst gehostete Kampagne überraschend praktisch und günstig sein.

Option 2: Die Wahl einer Crowdfunding Plattform

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Kickstarter ist der Marktführer beim Crowdfunding. Die Plattform zählt jeden Monat mehr als 35 Millionen Besucher.

Alle Crowdfunding Plattformen haben ihre eigenen Gebühren und Kosten, die mit dem jeweiligen Anbieter verbunden sind. Kickstarter und Indiegogo sind die bekanntesten dieser Webseiten. Das Reward-Crowdfunding, bei dem die Backer für ihre Unterstützung belohnt werden, ist die bekannteste Form des Fundraising. Solche Plattformen berechnen den Backern keine Gebühren. Im Gegenteil – für die Unterstützung bekommt er sogar etwas zurück. Um die Kosten zu decken und um die notwendigen Einnahmen zu erzielen berechnen Portale wie Kickstarter daher Gebühren die der Projektleiter zahlen muss. Sie werden in der Regel am Ende der Kampagne fällig und bestehen aus allgemeinen Gebühren, Zahlungsgebühren und ggf. weiteren Kosten. Wir schauen uns nun einmal genauer an, welche Kosten und Gebühren die verschiedenen Anbieter erheben.

Plattform

Plattform Gebühr

Gebühr für den Zahlungsabwickler

Kickstarter 5% der Gesamteinnahmen 3% der Gesamteinnahmen, plus $0.20 pro Pledge
Indiegogo Fixed Funding Kampagne Plattform Gebühr von 4% der Gesamteinnahmen Payment Processor Gebühr (PayPal): 3-5% der Gesamteinnahmen
Indiegogo Flexible Funding Kampagne 4% der Gesamteinnahmen wenn erfolgreich. 9% wenn nicht erfolgreich. 3-5% der Gesamteinnahmen

Bonus: Dafür sollten Sie nicht bezahlen

Derzeit gibt es leider einige Scams im Internet, die versuchen Ihnen Geld abzunehmen und im Gegenzug vermeintliche Leistungen wie bessere Sichtbarkeit, etc. bieten. Dabei sollten Sie stets Kickstarter und Indiegogo Kampagnen im Auge behalten, da diese meist betroffen sind. Für die folgenden Dienste ist es normalerweise nicht üblich, bei Kickstarter oder Indiegogo sowie bei einigen anderen Anbietern zu zahlen:

  • E-Mail Listen: Der Kauf von einer E-Mail Liste erscheint vielen Menschen vielversprechend. So sparen Sie sich die lästige Arbeit, selbst solche Listen erstellen zu müssen. Leider sind solche gekauften Listen jedoch in fast allen Fällen nutzlos. Sie bestehen aus toten oder disqualifizierten E-Mail Adressen von Menschen die nichts mit Ihrem Projekt zu tun haben möchten. Hinzu kommt, dass das unerlaubte Versenden von E-Mails als SPAM gilt und unzulässig ist. Sie riskieren unter Umständen viel Ärger und können erreichen, dass Provider Ihre E-Mail Adresse sperren bzw. Mails automatisch in den Spam-Ordner schicken.
  • Facebook Fans oder Twitter Follower: Während es bei Konsumenten und einfachen Nutzern keine Rolle spielt, wie viele Follower, Fans, Freunde, etc. man auf Facebook, Twitter und Co hat, ist das leider im Marketing nicht der Fall. 5.000 Fake-Fans bringen Ihre gesamte Statistik durcheinander. Sie sind plötzlich nicht mehr in der Lage festzustellen, wie sich Ihre Marketing Kampagnen auswirken, was funktioniert und was nicht! Ihre Engagement Rate wird einfach dauerhaft gering sein und gezielt Werbung wird sehr schwierig.
  • “Garantierte” GoGo Factor oder Kickstarter Algorithmus Booster: Diese Art der Angebot finden sich vor allem auf Fiverr. Dabei handelt es sich fast immer um ein Script, welches nichts anderes tut, als Traffic zu simulieren. Sparen Sie sich das Geld – solche Scripts funktionieren nicht!
  • Google AdWords: Vermeiden Sie die Nutzung aus zwei Gründen. Menschen, die nach einem Produkt googlen, verfolgen normalerweise die Absicht, dass Produkt zu kaufen. Sie nicht nicht an Crowdfunding interessiert. Hinzu kommt – und das ist vielleicht sogar noch wichtiger – das Google Werbung für Fundraising Kampagnen explizit verbietet!

Wie Sie sehen, kann der Start einer gut organisierten Crowdfunding Kampagne schnell sehr teuer werden. Glücklicherweise gibt es jedoch die Möglichkeit, die Kosten im Vorfeld zu planen und Sie können durch bestimmte Aktionen und Formeln die Kosten weiter senken. Außerdem gilt es zu bestimmen, welches Ziel die Kampagne erreichen soll. Wie viel Geld benötigen Sie um erfolgreich zu sein? Dies können Sie relativ einfach berechnen:

  • Finden Sie heraus, wie viele Artikel Sie bestellen müssen und welche Kosten entstehen. Beträgt die minimale Bestellmenge 5.000 Einheiten für einen Preis von 5 Euro, dann müssen Sie allein für die Produktion 25.000 Euro aufbringen.
  • Fordern Sie Kostenvoranschläge für zusätzliches Marketing, die Videoproduktion, Fotos, etc. an. Diese Kosten müssen Sie dann ebenfalls zu Ihrem Ziel hinzurechnen. Liegen die Kosten zum Beispiel bei 5.000 Euro, dann kommen zu den oben genannten 25.000 Euro noch 5000 Euro hinzu. Sie benötigen nun mindestens 30.000 Euro.
  • Planen Sie zusätzliche 10% für Gebühren und Kosten der Plattformen, Zahlungsanbieter, etc. ein. Bei den oben genannten 25.000 Euro sind das noch einmal 2.500 Euro. Ihre Kampagne sollte also mindestens 27.500 Euro erzielen. Darin sind noch keine Kosten für Versand oder eventuelle Gewinne enthalten.

Fazit und Zusammenfassung

Crowdfunding bietet eine sehr mächtige Möglichkeit, um an die notwendige Finanzierung für Ihr Projekt zu erhalten. Gleichzeitig bauen Sie sich dabei ein Netzwerk aus Kunden, Interessenten, Bloggern und Medien auf, welche sich für Ihr Projekt interessieren. Das Fundraising ist jedoch erst der Beginn der Kampagne und stellt nur einen kleinen Teil des großen Ganzen dar. Sie müssen Ihr Projekt zusätzlich vermarkten und – sollte die Kampagne erfolgreich sein – müssen Sie das Produkt produzieren lassen und verschicken. Ein recht teures Unterfangen! Addieren Sie dazu noch die Gebühren und Kosten von Plattform, Dienstleistern, Agenturen und Zahlungsanbietern, dann wird schnell klar, was Sie beim Crowdfunding erwartet und wie wichtig ein ausreichendes Budget ist.

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